Zwei PDFs mit derselben Seitenzahl können grundverschieden sein: fortlaufender Text mit sauberer Textebene auf der einen Seite, Scans, Tabellen oder komplexe Spalten auf der anderen. Ein Preis wird erst vergleichbar, wenn auch Ausgangsdatei, Bearbeitung, Prüfung und übergebene Nachweise vergleichbar sind.
Warum Angebote unterschiedlich ausfallen
Ausgangsmaterial
Eine bearbeitbare Word- oder InDesign-Datei eröffnet andere Wege als ein finales PDF. BarryPDF beginnt ausschließlich mit einem unterstützten bestehenden PDF, nicht mit Quelldateien oder Websites.
Technischer Aufbau
Tabellen, mehrspaltige Layouts, Abbildungen und Scans benötigen andere Verarbeitungswege als einspaltiger Text. Bei BarryPDF bildet die Dokumentklasse diesen technischen Weg ab; sie ist keine Qualitätsnote. Die PDF-Techniken des W3C zeigen beispielsweise, dass Tabellenstruktur und OCR unterschiedliche technische Maßnahmen erfordern.
Prüfumfang
Maschinell prüfbare PDF/UA-1-Anforderungen und fachliche Bewertungen sind unterschiedliche Leistungen. BarryPDF übernimmt keine menschliche Qualitätsprüfung von Lesereihenfolge, Alternativtexten oder OCR-Inhalt.
Ergebnisse und Korrekturen
Klären Sie, ob ein Angebot nur die PDF, zusätzlich einen Bericht, die Quelldatei, fachliche Abnahme oder Korrekturschleifen umfasst. Ein höherer oder niedrigerer Betrag belegt für sich keinen größeren Leistungsumfang.
Wie BarryPDF einen Dokumentpreis berechnet
Die kostenlose Vorprüfung ermittelt bei einer technisch verarbeitbaren Datei Seitenzahl und Dokumentklasse. Findet sie behebbare Fehler, kalkuliert BarryPDF regelbasiert einen voraussichtlichen Preis. Eine nicht unterstützte Datei erhält einen Ausschlussgrund statt des vollständigen Ergebnis- und Preissatzes.
Preis = Summe der Seitenanteile je Preisband und Dokumentklasse, mindestens der einmalige Mindestauftragswert.
Die Preisbänder sind marginal: Erreicht ein Auftrag das nächste Band, werden nicht rückwirkend alle Seiten günstiger. Nur die Seiten innerhalb des jeweiligen Bands erhalten dessen Satz. Bei mehreren PDFs zählt die gemeinsame Seitenzahl; die Seitenanteile werden proportional auf die Dokumentklassen verteilt. Die Reihenfolge der Dateien ändert die Berechnung nicht.
Die aktuellen Sätze, Bandgrenzen und Bedingungen stehen ausschließlich im vollständigen Tarif auf der Preisseite. Damit bleibt für Tarifänderungen eine einzige maßgebliche öffentliche Stelle bestehen. Bei der Bestellung ist der im Checkout ausgewiesene Gesamtpreis verbindlich.
Vier Rechenbeispiele mit dem Tarif vom 15. September 2026
01 · Mindestauftragswert
Eine Seite in Klasse A
1 × 5,00 € = 5,00 € netto, zzgl. USt. Weil die Seitenrechnung unter der Untergrenze liegt, beträgt der voraussichtliche Auftragspreis 9,00 € netto, zzgl. USt.
02 · Erster Staffelwechsel
21 Seiten in Klasse A
Die ersten 20 Seiten kosten 20 × 5,00 € = 100,00 €. Nur die 21. Seite kostet 3,50 €. Der Gesamtpreis beträgt 103,50 € netto, zzgl. USt.
03 · Alle drei Preisbänder
105 Seiten in Klasse C
20 × 7,50 € + 80 × 5,00 € + 5 × 3,50 € ergeben 567,50 € netto, zzgl. USt. Der letzte sichtbare Satz gilt nicht rückwirkend für die vorherigen Seiten.
04 · Gemeinsamer Auftrag
Ein PDF mit drei Klasse-A-Seiten und ein PDF mit vier Klasse-B-Seiten
3 × 5,00 € + 4 × 7,50 € ergeben 45,00 € netto, zzgl. USt. Der Mindestauftragswert wird nicht zusätzlich und nicht je Dokument berechnet.
Was Sie für einen belastbaren Vergleich festhalten sollten
- Ausgangsformat und konkrete Dokumentversion,
- Seitenzahl und Aufbau mit Tabellen, Formularen, Scans oder Spalten,
- vereinbarter Bearbeitungs- und Prüfumfang,
- ausdrücklich ausgeschlossene Bewertungen,
- übergebene Dateien, Berichte und Korrekturschleifen sowie
- Mindestauftragswert, Staffelmechanik und Steuerangaben.
Die kostenlose Prüfung liefert die dokumentbezogenen technischen Eckdaten. Wie PDF/UA und die Grenzen einer Maschinenprüfung einzuordnen sind, erklärt unser PDF/UA-Artikel.
Quellen
- Preise pro PDF-SeiteBarryPDF, aktuelle öffentliche Tarifdarstellung für Klassen, Staffeln und Mindestauftragswert.
- ISO 14289-1:2014 – PDF/UA-1ISO-Katalogeintrag zum technischen Standardbezug.
- Tipps für barrierefreie PDF-DokumenteBundesfachstelle Barrierefreiheit zu Struktur, Tabellen, Alternativtexten und Metadaten.
- PDF-Techniken zu WCAG 2.2W3C, informative PDF-Techniken unter anderem für Tabellenstruktur und OCR.
Quellen und Produktumfang geprüft am 16. September 2026.
